Cottbus: Mahler-Prozeß: Oberstaatsanwältin äußert “Respekt” für Mahler - senior public prosecutor respects Mahler’s stance
July 27, 2008 on 12:21 am | Friedrich Braun | Bastardstate, French Politics, Law , Revisionism | | Email This Post | Print this Post1. The German public prosecutor is now in the firing line because as in the Gunter Deckert case during the 1990s, a positive comment was made about an accused – in Deckert’s case it was a judge who stated that Deckert was a good family man; in Mahler’s case the senior public prosecutor, Cäcilia Cramer-Krahforst, stated that she respected Mahler for his attempt to find a judge who would be prepared to ignore/suspend Section 86a of the Basic Law – that criminalizes unconstitutional activities, such as giving the Hitler salute or saying ‘Sieg Heil’ or ‘Heil Hitler’.
2. The judge, Thomas Braunsdorf, objected to the senior public prosecutor’s words and now it seems a complaint will be lodged against her.
3. No need to mention that the judge regarded as irrelevant Mahler’s substantial written submission.
4. The state prosecutor demanded a 9 month prison sentence for Mahler and the judge upped it to 11 months.
On se souvient que, le 23 novembre 2007, le célèbre avocat allemand Horst Mahler avait été condamné par le tribunal de Cottbus-Dissenchen (est de l’Allemagne) à six mois de prison pour avoir, le 15 novembre 2006, en présence de quelques amis, fait le salut hitlérien devant la porte de la prison de cette même ville où il allait purger 9 mois d’emprisonnement pour “propos hostiles aux juifs” (voy. n/message du 24/11/07 intitulé “Horst Mahler condamné à Cottbus”).
Aussi bien le parquet que Horst Mahler avaient fait appel de cette
décision, le premier trouvant la peine insuffisante et le second réclamant,
bien entendu, l’acquittement.
L’arrêt vient d’être rendu le 22 juillet et voici le compte rendu que
nous en fait notre fidèle traducteur:
La décision en appel du tribunal de Cottbus est tombée ce mardi 22 juillet
2008. Le procureur (Madame Cäcilia Kramer-Krahforst) réclamait 9 mois de
prison ferme au lieu de 6 mois. Le tribunal, présidé par le juge Braunsdorf,
est allé au-delà de la réquisition du parquet en infligeant à Mahler une
peine de 11 mois de prison ferme.
Mais ce curieux procès d’appel a aussi provoqué un début de scandale dont
la presse s’est fait l’écho. En effet, non seulement le président Braunsdorf
n’a dans les attendus de son arrêt nullement fait mystère de la haine qu’il
ressentait à l’égard de l’accusé, mais il s’en est pris aussi au procureur,
Madame Kramer. Dans son réquisitoire celle-ci avait, certes, en effet,
indiqué combien les idées défendues par l’accusé lui étaient étrangères,
mais elle avait ajouté qu’il était difficile de se défendre d’une certaine
forme de respect (einen gewissen Respekt) que l’on pouvait ressentir pour le
courage dont faisait preuve Mahler et pour la constance avec laquelle il
s’efforçait de trouver un juge qui partagerait ses idées: pour Mahler,
l’article 86 du Code pénal, qui interdit tout moyen d’expression aux organes
qualifiés de “contraires à la constitution” (verfassungswidrig),
c’est-à-dire, dans les faits, à ceux d’”extrême droite”, est incompatible
avec la Loi fondamentale qui garantit la liberté d’expression pour tous.
Cette déclaration de madame le procureur a été non seulement violemment
condamnée par Braunsdorf pendant l’audience, mais fait évidemment scandale.
On ne peut que faire le rapprochement avec ce qui s’était passé à
Mannheim en 1994 où, avant de condamner Günter Deckert [le fidèle rapporteur
des audiences des procès Zündel, Rudolf et Stolz], le juge Orlet avait
exprimé l’estime et le respect que méritait l’accusé pour “sa force de
caractère”, ce qui avait engendré un scandale sans précédent où Helmut Kohl
lui-même avait vilipendé le juge Orlet avant que celui-ci ne se voie
contraint de demander sa retraite anticipée pour raison de santé.
Espérons qu’il n’en ira pas de même avec Madame Cäcilia Kramer-Krahforst.
Rappelons aussi qu’il y a trois mois, le 28 avril exactement, Horst Mahler
était condamné par le tribunal de Erding à 10 mois de prison ferme pour
l’interview donnée au magazine “Vanity Fair” dans laquelle il niait
l’Holocauste.
Justiz - Anklägerin äußert “Respekt” für Neonazi
Zweifelhaftes Plädoyer: Nachdem die Cottbuser Oberstaatsanwältin “einen gewissen Respekt” gegenüber Horst Mahler geäußert hat, muß sie sich nun heftige Kritik gefallen lassen. Die Fachaufsicht im Justizministerium soll den Vorgang nun prüfen.
Cottbus - Nach dem Prozeß gegen den Rechtsextremisten Horst Mahler muß sich die Staatsanwaltschaft Cottbus auf unangenehme Fragen einstellen. In der Hauptverhandlung im Landgericht hatte Oberstaatsanwältin Cäcilia Cramer-Krahforst am Dienstag in ihrem Plädoyer geäußert, der Mut des Angeklagten, für seine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen, nötige ihr „einen gewissen Respekt“ ab. Mahler stand vor Gericht, weil er Ende 2006 bei Antritt einer Haftstrafe in Cottbus den Hitlergruß gezeigt und einer Gruppe von Anhängern „Sieg Heil“ oder „Heil Hitler“ zugerufen hatte. Der Vorsitzende Richter der 5. Strafkammer, Thomas Braunsdorf, reagierte empört auf die Äußerung der Oberstaatsanwältin. In seiner Urteilsbegründung habe er deutlich gemacht, „daß die Kammer sich diesem Respekt nicht anschließen kann, sondern Herrn Mahler für einen sehr gefährlichen Rechtsextremisten hält“, sagte Braunsdorf gestern.
Auch das Justizministerium in Potsdam hat für die Äußerung der Oberstaatsanwältin kein Verständnis. Das Wort „Respekt“ sei in dem von Cramer-Krahforst erwähnten Zusammenhang, „deplaziert“, sagte der Sprecher des Ministeriums, Thomas Melzer. Die Fachaufsicht im Ministerium werde den Fall prüfen. Eine Konsequenz könnte sein, daß bei der Leitung der Cottbuser Staatsanwaltschaft ein Bericht angefordert wird.
Die Oberstaatsanwältin bestätigte dem Tagesspiegel, im Plädoyer von „Respekt“ für den Angeklagten gesprochen zu haben. Denn es sei „bemerkenswert“, daß Mahler dafür kämpfe, einen Richter zu finden, der die Auffassung teilt, der Paragraph 86a Strafgesetzbuch sei verfassungswidrig. In dem Paragraphen wird das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ als Straftat genannt, die mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden kann. Die Oberstaatsanwältin betonte jedoch, sie habe in ihrem Plädoyer Mahlers Ideologie als absolut verwerflich bezeichnet. Cramer-Krahforst hatte neun Monate Haft gefordert. Die Kammer verhängte, wie berichtet, sogar elf Monate. Der einstige RAF-Terrorist, der sich zum braunen Demagogen und Holocaust- Leugner wandelte, wurde schon in mehreren Prozessen verurteilt.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.07.2008)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg;art128,2578294
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From: Rolf Winkler [mailto:rolf-winkler@t-online.de]
Sent: Wednesday, 23 July 2008 10:44 PM
Subject: Pressemitteilung (fwd)
Horst Mahler jetzt zu 11 Monaten Gefängnis verurteilt
Der Vorsitzende Richter Thomas Braunsdorf kanzelt aber auch Staatsanwältin ab
Gefahr neuer medialer Hinrichtung
Gestern fand im Landgericht Cottbus die Berufungsverhandlung gegen das Urteil des Amtsgerichtes vom 23. November v. J. statt, das Horst Mahler wegen Kundtun des „Hitler-Grußes“ als Symbol der nationalsozialistischen Weltanschauung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt hatte.
Das Landgericht verurteilte Mahler sogar zu 11 Monaten und ging damit noch mit zwei Monaten über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus.
Die Verhandlung verlief im Verhältnis zu anderen Prozessen mit Horst Mahler diesmal kurz und knapp, aber wie immer präzise. Mahler legte dar, daß § 86 a StGB mit Artikel 4 (1) „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“, der u. a. die Freiheit der Weltanschauung garantiere, unvereinbar sei. Seine Verurteilung zeige, daß diese Grundgesetzbestimmung für Deutsche nur eine Schaufenstererklärung sei und ansonsten, falls ein Deutscher von der „Garantie“ der Freiheit der Weltanschauung Gebrauch mache, wie er, Mahler jetzt, vom „mit Haß geschüttelten Richter“ - am Amtsgericht Cottbus - Merz wie ein „Aussätziger“ behandelt werde.
Mahler trug dem Landgericht vor, daß sich seine Linie bezüglich §§ 86, 86a oder 130 StGB eines Tages in Deutschland durchsetzen werde. Deutliches Zeichen dafür seien die letzten Äußerungen der neulich aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenen Bundesverfassungsrichter Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem und Prof. Dr. Winfried Hassemer.
Ansonsten übergab Horst Mahler dem Gericht einen dicken Aktenordner mit einer Kopie eines Buches, aus dem das wirkliche Wesen des Nationalsozialismus hervorginge, damit es, insbesondere die Schöffen, zu ihrer Urteilsfindung heranziehen. Das ist jedoch offenkundig nicht geschehen, denn die Urteilsfindung dauerte höchstens eine halbe Stunde. Das galt auch für alle Beweisanträge Mahlers. Die Willkürjustiz entschied während einer halbstündigen Mittagspause, sie wie üblich als „ohne Bedeutung“ abzulehnen. Also „Kurzer Prozeß“.
Die Urteils“begründung“ des elfmonatigen Freiheitsentzuges war geprägt von Beschimpfungen Horst Mahlers, der (ehemaligen) deutschen Staatsführung und des ganzen Deutschen Volkes einschließlich Staatsanwältin Kramer.
Richter Braunsdorf, dessen Vorfahren vermutlich einmal den Namen „Geldwechsler von Braunsdorf“ trugen, machte sogar letzterer den Vorwurf, daß sie als Staatsanwältin Horst Mahler „Respekt und Anerkennung“ für seinen Mut, seine Überzeugung zu verteidigen, zollte. Das erinnert stark an den Fall des Richters Ortleb vom Landgericht Mannheim, der, obwohl er Günter Deckert zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilte, diesen aber immerhin als „ehrenwerten Mann“ bezeichnete, und dafür von der einheitlich gelenkten Presse medial hingerichtet wurde. Die Zukunft wird zeigen, ob die Einheitspresse Frau Kramer das gleiche Schicksal bereiten wird.
Gerd Walther
(Prozeßberichterstatter)
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http://www.lg-cottbus.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=351180&template=seite_lgcb_pressemit
Landgericht Cottbus
- Pressestelle -
Pressesprecher:
Vorsitzender Richter am Landgericht Merker
Tel.: 03 55 / 63 71 - 249
stellv. Pressesprecher:
Richter am Landgericht Simon
Tel.: 03 55 / 63 71 - 314
Pressemitteilung 17/ 2008
Zusätzlicher Hauptverhandlungstermin einer Strafkammer:
5. kleine Strafkammer
25 Ns 61/ 08
gegen Herrn M. aus Ebersberg
wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
Tatort: Cottbus
Tatzeit: 15.11.2006
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am Tattag, als er eine Haftstrafe antreten sollte, vor dem Eingang der Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen im Bereich der Kameraüberwachung und in Gegenwart anderer Personen den so genannten „Hitler-Gruß” gezeigt und eine nationalsozialistische Grußformel geäußert zu haben. Dabei soll dem Angeklagten, der langjährig als Rechtsanwalt tätig war, die Strafbarkeit seines Handelns bewußt gewesen. Er soll beabsichtigt haben, mit seinem Handeln von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden und im Rahmen der Strafverfolgung seine den Nationalsozialismus verherrlichenden Ansichten darlegen zu können.
Das Amtsgericht Cottbus hat den Angeklagten am 23.11.2007 wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt. Während der amtsgerichtlichen Hauptverhandlung hatte der Angeklagte den Tatablauf eingeräumt, in seinen Ausführungen jedoch versucht, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu leugnen bzw. zu bagatellisieren. Das Amtsgericht hat auch vor dem Hintergrund dieser Äußerungen die - nicht zur Bewährung ausgesetzte - verhängte Freiheitsstrafe als angemessen, aber auch ausreichend angesehen.
Gegen das Urteil des Amtsgerichts Cottbus haben sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Cottbus Berufung eingelegt, weshalb die Sache nunmehr vor der 5. kleinen Strafkammer des Landgerichts Cottbus zur Hauptverhandlung kommt. Die Staatsanwaltschaft hat ihr Rechtsmittel auf den Strafausspruch beschränkt.
Hauptverhandlungstermin: 22.07.2008, 10.00 Uhr
Hinweis:
Änderungen des Termins können sich jederzeit - auch kurzfristig - aufgrund gerichtlicher Entscheidungen ergeben.
Frank Merker
Pressesprecher
Stand: 16.07.2008
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